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18.02.-21.11.2026: Netzwerk Trauer: Veranstaltungsreihe „Trauer hat viele Gesichter“

LAHR. Zum gemeinsamen Pressegespräch trafen sich Mitglieder des Netzwerks Trauer, um das Projekt „Trauer hat viele Gesichter“ vorzustellen.

Mit der Veranstaltungsreihe, die 22 Veranstaltungen über das ganze Jahr 2026 hinweg umfasst, zeigt das Netzwerk Trauer mit ihren Kooperationspartnern auf, wie vielschichtig das Thema Trauer besetzt ist und wie viele Gesichter Trauer haben kann. So wird bei verschiedensten Angeboten ein Raum geschaffen, sich Verlust und Trauer zu nähern.

Denn Verluste begegnen uns in vielen Formen: der Tod eines geliebten Menschen, das Ende von Beziehungen, Abschied von vertrauten Lebensumständen, gesundheitliche Einschränkungen oder berufliche und gesellschaftliche Veränderungen. Jede Erfahrung hinterlässt Spuren und weckt Trauer.

„Wir wollten keine Fixierung auf den Tod alleine, sondern die ganz Palette des Lebens abbilden“, erläutert Klinikseelsorger Joachim Holub.

Wenn Trauer nämlich keinen Platz oder Ort im Alltag findet, dann würde sie wuchern, so Holub. Und Klinikseelsorgerin Dorothee Moldenhauer ergänzt, dass es heilsam sei, sich der Trauer zu stellen, und es gebe kein Richtig oder Falsch: „Trauern ist individuell.“ Gesellschaftlich werde Trauer heute zu oft pathologisiert, und Lebensereignisse würden zu Krankheiten gemacht. Hinter starken Gefühlen wie Aggressivität oder Wut würden häufig Trauer oder Trauererfahrungen stecken, berichtet Rosi Kienzler von der Trauerbegleitung. Die Begleitung von Menschen beim Hospizverein, so Achim Wenzel-Teuber, ist für beide wertvoll, für Angehörige und Betroffene. Mit 65 Ehrenamtlichen kann ein breites Unterstützungsangebot bereitgehalten werden.

Der Auftakt zu diesem erstmaligen Projekt ist bereits gemacht mit dem Schulprojekt „Sarggeschichten“, bei dem sich verschiedene Klassenstufen des Max-Planck-Gymnasiums mit den Themen Sterben, Trauer und Tod auseinandersetzen. Der ausgestellte Sarg in der Kapelle Kirche Sancta Maria wird im Laufe des Prozesses noch bis 26. März von Schülerinnen und Schüler gestaltet mit persönlichen Botschaften.

Das Ende der Veranstaltungsreihe ist der Gottesdienst am 21. November 2026 mit dem Titel der Reihe „Trauer hat viele Gesichter“. Musikalische Aufführungen, Andachten, Workshops, Filmvorführungen, Trauerwanderungen, Autorinnenlesungen, Trauercafé und Einblicke in die Trauerbegleitung sind nur Auszüge aus dem umfangreichen Jahresprogramm. Durch die Impulse und im gemeinsamen Austausch wie auch in praktischen Übungen kann erlebt werden, dass Trauer eine sehr natürliche Reaktion ist, auf Verluste zu reagieren und kann Orientierung bieten, bewusst mit Abschieden und Veränderungen umzugehen. Alle Veranstaltungen mit Informationen zu Anmeldung und Kosten sind im Flyer zur Veranstaltungsreihe und im Netz ersichtlich:

https://www.netzwerk-trauer-lahr.de/aktuelles


Information zum Netzwerk Trauer:
Das Netzwerk Trauer trifft sich vier Mal jährlich in den Räumen des Hospizvereins Lahr e.V. Die Mitglieder des Netzwerks Trauer sind derzeit Achim Wenzel-Teuber, Hospizverein Lahr e.V., Joachim Holub, katholischer Klinikseelsorger, Ulrike Graß, Kontaktkreis Sternschnuppe (Ortenau), Sarah Bonomo,  Friedhofsverwaltung Stadt Lahr, Dorothee Moldenhauer, evangelische Klinikseelsorgerin und Rosie Kienzler, Trauerbegleitung Friesenheim.

(Bild: © Joachim Holub)

08.05.2026: Gedenkandacht für verstorbene Frühchen im Klinikum Lahr

In den Rissen leuchtet das Leben

Gedenk-Andacht für verstorbene Frühchen

Am Freitag, 08. Mai 2026, um 18:00 Uhr findet in der Kapelle des Ortenau Klinikums Lahr eine besondere Gedenk-Andacht für verstorbene Frühchen statt – ein Raum der Stille, des Trostes und der Erinnerung.

Unter dem Motto „In den Rissen leuchtet das Leben“ gedenken wir der kleinen Seelen, die viel zu früh gegangen sind. Inspiriert von der japanischen Kunst des Kintsugi, die Brüche mit Gold verbindet, wollen wir die Spuren des Verlustes in Liebe und Erinnerung bewahren.

Diese Andacht ist ein Ort für alle, die im Verlust Trost suchen – eine Gelegenheit, die Goldfäden der Erinnerung zu spüren, die über den Schmerz hinausleuchten.

Datum:   08. Mai 2026
Uhrzeit:  18:00 Uhr
Ort:          Kapelle des Ortenau Klinikums Lahr


Kontakt und Info:

Joachim Holub, Kath. Klinikseelsorge
(Bild Kingtsugi-Schale mit Händen: © Joachim Holub)
joachim.holub@ortenau-klinikum.de
Tel 07821-93-1286
www.netzwerk-trauer-lahr.de

Ulrike Graß, Selbsthilfegruppe ‚Sternschnuppe‘
ulrike@obergrass.de
Tel 07821 – 76155
www.sternschnuppe-ortenau.de

01.06.2025: Gesetzesänderung tritt in Kraft – Gestaffelter Mutterschutz nach Fehlgeburten

Gesetzliche Neuregelungen im Juni 2025?

Ein Kind in der Schwangerschaft zu verlieren, ist für Betroffene eine große Belastung – sowohl emotional als auch körperlich. Ab Juni 2025 gilt der Mutterschutz nach einer Fehlgeburt. Frauen, die ab der 13. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt erleiden, haben nun einen Anspruch auf Mutterschutz. Dieser gilt zeitlich gestaffelt:

ab der 13. Schwangerschaftswoche 2 Wochen,
ab der 17. Schwangerschaftswoche 6 Wochen und
ab der 20. Schwangerschaftswoche 8 Wochen.

Bei einem Beschäftigungsverbot bekommt der Arbeitgeber den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld in voller Höhe erstattet.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/neuregelungen-juni-25-2350418

14.02.2025 – Bundesrat stimmt Änderung des Mutterschutz-Gesetzes zu – Mutterschutz nach Fehlgeburt

Am 31.1.2025 hat der Deutsche Bundestag einstimmig den gestaffelten Mutterschutz verabschiedet und am 14.2.2025 hat auch der Bundesrat zugestimmt.

Damit ist es offiziell: Die Petition hatte Erfolg!

Der Moment im Video:
www.instagram.com/reel/DFfKZ0_skCi/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==

Hier eine gute Übersicht zum neuen Gesetz:

www.deutschlandfunk.de/fehlgeburt-mutterschutz-schwangerschaft-lisa-paus-krankschreibung-100.html

Artikel vom SWR

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mutterschutz-nach-fehlgeburten-bw-100.html

Auf Dich, liebe Ulli !!! – Danke für 30 Jahre Sternschnuppe

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Ulrike Grass spricht über die Sternschnuppe - Ehrenmensch-Podcast

Podcast: Was ist ein Sternenkind, Frau Grass?

Ulrike Grass, Gründerin der Gruppe Sternschnuppe im Gespräch mit Marco Schwind.

Was ist ein Sternenkind, Frau Grass? (Folge#015)

Marco Schwind spricht mit Ulrike Grass über ihr Tätigkeit in der Selbsthilfegruppe Sternschnuppe.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von ehrenmensch.podigee.io zu laden.

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Link zum Podcast bei Ehrenmensch

Vor über 30 Jahren gründete Ulrike Grass aus eigener Betroffenheit heraus die Selbsthilfegruppe Sternschnuppe Ortenau. Eltern von Kindern, die noch während der Schwangerschaft, bei oder nach Geburt verstorben sind, finden hier einen Raum, sich mit Gleichbetroffenen auszutauschen. Ulrike Grass spricht über positive und negative Erfahrungen, die Eltern im Krankenhaus machen, über die veränderte Perspektive der Gesellschaft auf das Thema und vor welchen Herausforderungen Paare stehen, wenn die Frage nach der Schuld gestellt wird.

Für Emil.

15.10.2023: BVKSG organisiert „110.000 km für 110.000 Sternenkinder“

Mit dieser Aktion möchten der BVKSG (Bundesverband Kindstod in Schwangerschaft und nach der Geburt) auf die große Anzahl betroffener Familien aufmerksam machen. Ziel ist es, gemeinsam 110.000 Kilometer zurückzulegen, welche symbolisch für die 110.000 Kinder stehen, die laut Statistik jedes Jahr in Deutschland nicht lebend zur Welt kommen oder kurz nach der Geburt versterben. Da Fehlgeburten
nicht umfassend erfasst werden, ist mit einer hohen Dunkelziffer zu rechnen. Daher zählt jeder Kilometer!
Vom 01.10. bis zum 15.10.23

https://bvksg.eu/110-000/

20.11.2021: Freiburg – Gedenkgottesdienst (3G, Anmeldung erforderlich)

Von der Freiburger Sternenkind-Gruppe (sternenkinder-freiburg.de)

Jedes Jahr im November findet ein Gedenkgottesdienst für verstorbene Kinder statt. Der Gottesdienst möchte Raum geben, sich der verstorbenen Kinder zu erinnern – Raum für Trauer und Klage, aber ebenso für Bestärkung und Zuspruch in der Gemeinschaft und die Suche nach dem, was uns weiter leben lässt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen noch ein wenig beisammen zu sein.

Am 20. November 2021 wird der Gedenkgottesdienst wieder in Präsenz stattfinden können. Für die Teilnahme am Gottesdienst gilt die 3 G-Regel. Über einen Link müssen Sie sich in diesem Jahr zum Gottesdienst anmelden:

Siehe: Klinikseelsorge/ Aktuelles

Die Klinikseelsorge bietet sowohl um 11:00 Uhr als auch um 15:00 Uhr einen Gottesdienst an. Beide Gottesdienste finden im Ökumenischen Kirchenzentrum Freiburg-Rieselfeld statt.